Konzept des FNTP

Neuropsychologie in der Klinik benötigt ein System der Basisdiagnostik, das einen breiten Überblick über die psychische Verfassung bei einer zerebralen Erkrankung ermöglicht, zu prüfbaren Hypo­thesen über Zusammenhänge zwischen Gehirn und Funktion führt und damit im diagnostischen Prozess einen zuverlässigen und bedeutsamen Beitrag leisten kann. Mit FNTP wird ein konsistentes Test­system vorgeschlagen, das diesen Anforderungen weitgehend entspricht.

FNTP ist eine durch Erfahrung geleitete Zusammenstellung von 15 weit verbreiteten Testverfahren, die in einer gemeinsamen klinisch repräsentativen Stichprobe (n = 1250) im Altersbereich von 15 - 90 Jahren normiert wurden und deshalb als Testprofil dargestellt werden können. Da die Interkorrelationen und Reliabilitäten aller Variablen aus der Normierungsstichprobe bekannt sind, ist es in diesem System erlaubt, gezielte Paarvergleiche und Profilprüfungen zufallskritisch nach den Rechentechniken der psychometrischen Einzelfalldiagnostik (H. P. Huber, 1973)  durchzuführen. Die ursprünglich im Rahmen einer Dissertation dargestellten konzeptionellen Überlegungen werden laufend aktualisiert und sind als PDF-Datei im Download-Bereich zu finden.

Russ, M.O. (2001). Normierung und Validierung des Frankfurter Neuropsychologischen Testprofils (FNTP). J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main: Dissertation.

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